Rettungseinsatz mit abgelaufenen Medikamenten?

Ein Artikel aus der Westfalenpost vom 23.10.2018

DORTMUND/MESCHEDE.   Ein Rettungssanitäter meldet Unregelmäßigkeiten bei der Bestückung der Fahrzeuge mit Medikamenten. Arbeitgeber mahnt ihn zweimal ab.

 

Als der Rettungssanitäter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Dortmund 2017 für 30 Dienstjahre geehrt wurde, wünschte ihm der Regionalverband Östliches Ruhrgebiet auf dessen Internetseite „nur das Beste für die nächsten Jahre“. Die guten Wünsche haben sich nicht erfüllt. Sein Arbeitgeber hat den 58-Jährigen im Sommer zwei Mal abgemahnt, weil er angeblich einen 12-Stunden-Dienst um 9 bzw. 13 Minuten zu früh beendet hat. Der Mann aus dem Kreis Unna hat vor dem Arbeitsgericht Dortmund dagegen geklagt. „Man will ihn zum Schweigen bringen“, sagt seine Mescheder Anwältin Mélanie Scheuermann, „es ist eine Retourkutsche“. Ihr Mandant habe Unregelmäßigkeiten bei der Medikamenten-Bestückung in Rettungswagen, „insbesondere für Reanimationen“, an den Regionalvorstand schriftlich gemeldet. So sollen „häufig“ Medikamente wie das Beruhigungsmittel Dormicum und Adrenalin verschwunden bzw. durch abgelaufene ersetzt worden sein. 

 

Randaspekt am Arbeitsgericht

 

Richterin Meike Kirchner erwähnt beim Gütetermin den in der Klageschrift verwendeten Begriff „Retourkutsche“. Die Medikamente in den Fahrzeugen sind nur ein Randaspekt am Arbeitsgericht, sie bergen aber große Sprengkraft, wie Mélanie Scheuermann weiß: „Ich stelle mir vor, ich hätte einen Unfall und erhielte abgelaufene Mittel.“

 

Prof. Dr. Mona Tawab vom Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker sieht insbesondere das für Reanimationen genutzte Adrenalin als „kritische Substanz, weil es leicht oxidiert, wenn das Haltbarkeitsdatum überschritten ist“. Dann sei es nicht mehr wirksam: „Gerade bei einem Notfall wird jedes Mikrogramm benötigt, damit es voll wirken kann.“

 

Die Hinweise auf Unregelmäßigkeiten werden in der Klageschrift erwähnt. Mittlerweile haben weitere Johanniter der Anwältin schriftlich bestätigt, dass sie an unterschiedlichen Tagen das Fehlen bzw. das Vorhandensein abgelaufener Medikamente bemerkt haben. Die Schreiben liegen dieser Zeitung vor.

 

Nach Angaben von Martin Vollmer, Sprecher der Johanniter im Östlichen Ruhrgebiet, hat es „in der Vergangenheit einen Fall gegeben, bei dem ein Krankentransportwagen nicht entsprechend der internen Vorgaben bestückt war“. Man habe nicht identifizieren können, warum es einen Fehlbestand in „diesem einen Fall“ gegeben hat.

 

Anwältin Scheuermann zufolge hatte der Regionalvorstand ihrem Mandanten nach dessen schriftlichem Hinweis mitgeteilt, dass nicht überprüfbar sei, ob das Fahrzeug am Einsatzort immer ordnungsgemäß verschlossen sei. Und so womöglich Dieben von außen offen steht. Mélanie Scheuermann hält dies nicht für schlüssig: „Kein Dieb stellt dann abgelaufene Medikamente hin.“ Eigentlich müsste es das Interesse der Johanniter sein, so die Anwältin weiter, herauszufinden, „ob hier womöglich Insider tätig waren“. Sie hatte den Regionalvorstand aufgefordert, die Behörden einzuschalten. „Es ist keine Meldung an Polizei oder Staatsanwaltschaft gegangen“, so Johanniter-Sprecher Vollmer, „weil wir entsprechend unserer internen Recherchen nicht von einer Straftat ausgehen konnten.“

Die Johanniter im Östlichen Ruhrgebiet hatten zunächst eine Anfrage dieser Zeitung an die Berufsfeuerwehr Dortmund weiter geleitet. Der Grund einem Sprecher zufolge: „Es handelt sich um ein städtisches Fahrzeug der Berufsfeuerwehr Dortmund.“ Die Feuerwehr zeigte sich überrascht: Man stelle zwar den Johannitern Fahrzeuge bereit, so ein Sprecher, Bestückung und Kontrolle von Medikamenten liege aber im Verantwortungsbereich der Organisation, die ein solches Fahrzeug nutzt.

 

Mit Leib und Seele Johanniter

Beim Gütetermin schlossen der Rettungssanitäter, der nicht mit der Presse reden mag („ich will keine Schwierigkeiten“) und sein Arbeitgeber den Vergleich, die Abmahnungen zum 31. März 2019 aus der Personalakte zu entfernen. Er will bis zur Rente bleiben: „Ich bin Johanniter mit Leibe und Seele“, sagte er im Gerichtssaal. An der Feierstunde für Jubilare 2017 hatte er seiner Anwältin zufolge nicht teilgenommen – eine Einladung hatte ihn nicht erreicht. Die Urkunde zum 30-jährigen Dienstjubiläum lag in seinem Postfach.


Neue Kollektion der Reiterstaffel der Kanzlei an der Hünenburg

Die Herbstsaison mit Ausritten und Schleppjagden hat begonnen und wir setzen auf gute Laune, neues Outfit (auch für alle Pferde) - und natürlich auf unsere Noriker!


COMMUNIO Preisverleihung 2018

Campus Akademie in Schwerte

Jedes Jahr findet in den Sommerferien die Campus Akademie in Schwerte statt. Junge Leute werden eingeladen zu spannenden Begegnungen und Gesprächen mit Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft, Kultur und Medien, Wirtschaft, Justiz und Kirche. Besonders freuen sich die jungen Leute über den Tag mit der Justiz. Präsident des Landgerichts Arnsberg Peter Clemen, Oberstaatsanwalt Volker Bittner und Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann bringen den Schülern tragende Elemente unseres Rechtsstaates nahe. Als besonderes Erlebnis dürfen die Schüler selbst eine Gerichtsverhandlung gestalten. Für jeden ist eine Rolle vorgesehen vom Täter, Opfer bis zum Staatsanwalt, Verteidiger oder Richter.

Campus Akademie 2018
Campus Akademie 2018

Alle 2 Jahre ist der Höhepunkt der Campus Akademie. Die Verleihung des COMMUNIO Preises. Mit dem COMMUNIO Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in herausragender Weise im Geist christlicher Werteorientierung um eine Kultur des Dialogs, der Verständigung und der Versöhnung bemühen.

Dr. Philipp Rösler erhielt den COMMUNIO Preis 2018.
Dr. Philipp Rösler erhielt den COMMUNIO Preis 2018.
Hier im herzlichen Gespräch mit Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann, die dem Vorstand der Fördergesell-schaft angehört, die den Preis mit verleiht.
Hier im herzlichen Gespräch mit Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann, die dem Vorstand der Fördergesell-schaft angehört, die den Preis mit verleiht.

Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann im Gespräch mit Bischof van Luyn aus Den Haag, ehemaliger Vorsitzender der Bischofskonferenz.
Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann im Gespräch mit Bischof van Luyn aus Den Haag, ehemaliger Vorsitzender der Bischofskonferenz.

„MORE THAN HONEY“

Wir laden Sie herzlich ein zu der Vortragsveranstaltung "Die Honigbiene - MORE THAN HONEY" am 

 

Donnerstag, den 24.05.2018 um 18:00 Uhr

im Landgericht Arnsberg

 

 

Die Honigbiene und ihre Artgenossen sind für die Menschheit unverzichtbar. Sorgen sie doch durch die Bestäubung der Kultur- und Wildpflanzen für einen wesentlichen Teil der Welternährung. Doch der Bestand der faszinierenden Honigbienen und anderer wichtiger Insekten ist stark gefährdet. Um dem entgegenzuwirken, ist Aufklärung über die Lebensweise und Nützlichkeit notwendig.

 

Der Arnsberger Imker aus dem Eichholz Klaus Lindner wird dazu beitragen und zu dem Thema „More than Honey. Die Honigbiene, ihre Faszination und Bedeutung für die Ökologie.“ vortragen. Anschaulich wird er auch die erstaunlichen Fähigkeiten der bezaubernden Insekten aufzeigen.

 

Zugleich stellt Rechtsanwältin Melanie Scheuermann aus Meschede interessante Aspekte des Bienenrechts vor.

 

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

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MORE THAN HONEY
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SUSE – Sicher und selbstbestimmt. Im Recht

Fachtagung 11.04.2018 in Meschede war großer Erfolg (Der WDR berichtete)

Das  Projekt SUSE will Menschen mit Behinderung stärken. Diese Menschen sollen Ihre Rechte kennen und wissen wo es Hilfe und Unterstützung gibt.

 

 

 

Für die knapp 70 Teilnehmer gab es Fachvorträge („Das ist Gewalt“, Sandra Boger, bff); Gesprächsrunden (“Wer hilft bei Gewalt?“) und Mitmach-Angebote.

 

 

Zu den Themen „Starke Hände – bunte Hände“, „Nein Sagen- nein zeigen“, „Wir Frauen sind stark“, und „Wann ist ein Mann ein Mann?“ wurden die Teilnehmer eingeladen, neue Erfahrungen zu sammeln.

 

Fachvortrag: Mélanie Scheuermann
Fachvortrag: Mélanie Scheuermann
Sandra Boger und Mélanie Scheuermann im Gespräch
Sandra Boger und Mélanie Scheuermann im Gespräch
Bunter Abschluss mit einigen Teilnehmern
Bunter Abschluss mit einigen Teilnehmern
Persönlicher Abschied von „Gerichtshund“ Bongo
Persönlicher Abschied von „Gerichtshund“ Bongo

Justiz und Opferschutz

Foto: Präsident des Rotary Clubs Dortmund Reinhard Schulz in lebhafter Diskussion mit Mélanie Scheuermann
Foto: Präsident des Rotary Clubs Dortmund Reinhard Schulz in lebhafter Diskussion mit Mélanie Scheuermann

 

 

Auf Einladung des Rotary Clubs Dortmund hielt Mélanie Scheuermann einen Vortrag zum Thema Justiz und Opferschutz.


Herrchen und Frauchen haften für Ihre Vierbeiner...

Radiosendung im Deutschlandfunk

zum Thema Tierhalterhaftung

 

Moderation: Birgid Becker

 

Expertin: Mélanie Scheuermann

 

am 15. März 2018, 10:10 Uhr

 

 

Hören Sie rein!


Zeitungsartikel aus dem Sauerlandkurier vom 13.01.2018
Zeitungsartikel aus dem Sauerlandkurier vom 13.01.2018

Sattelfest im Deutschen Recht"

 

Indische Studenten haben ein Semester an der SRH einen Kurs in Deutschem Recht erfolgreich belegt. Dozentin Mélanie Scheuermann hat sie in englischer Sprache unterrichtet.


Empfang der Handwerkskammer im BBZ Arnsberg

vom 15.09.2017

(von links: Präsident Landgericht Arnsberg Peter Clemen; Anke Geppert – Radio Sauerland; Mélanie Scheuermann; Präsident Verwaltungsgericht Arnsberg Jürgen Jaenecke, Direktor Arbeitsgericht Arnsberg Dr. Klemens Teipel)
(von links: Präsident Landgericht Arnsberg Peter Clemen; Anke Geppert – Radio Sauerland; Mélanie Scheuermann; Präsident Verwaltungsgericht Arnsberg Jürgen Jaenecke, Direktor Arbeitsgericht Arnsberg Dr. Klemens Teipel)

EINLADUNG

Der Interessenverband zur Förderung des Handwerks in Deutschland e.V. läd am 06.09.2017 zu einer Informationsveranstaltung ein. Dort werden viele spannende Themen vorgetragen.

 

Unter anderem wird Frau Scheuermann bei dieser Veranstaltung einen Vortrag zum Thema "Vorsorgen für Familie und Betrieb – von der Patientenverfügung bis zum Unternehmertestament" halten. 

 

Gerne möchten wir dazu alle Mandanten, Besucher und Interessierten herzlich einladen.  

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung per Telefon, Mail oder Fax.

 

 

 

Eine Übersicht der Themen sowie alle Daten für die Anmeldung finden Sie in der PDF-Datei.

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Einladung zur Infoveranstaltung
Einladung zur Infoveranstaltung am 06.09
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Die Kanzlei an der Hünenburg nimmt am 68. Deutschen Anwaltstag in Essen teil. Nähere Infos finden Sie unter www.anwaltstag.de


Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum

Artikel WP vom 10.04.2017

Autor: Klaus Lindner

 

Eine Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum soll für Arnsberg und das Sauerland „Früchte“ tragen.

Der Präsident des Landgerichtes Arnsberg, Peter Clemen, hofft, dass sich seine Initiative in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in wenigen Jahren auszahlt, indem sich einige der jetzigen Jurastudentinnen und Studenten nach ihren zweiten Staatsexamen als Volljuristen für den Landgerichtsbezirk Arnsberg entscheiden.

Es sei nämlich nicht ganz leicht, junge Rechtswissenschaftler für diese Region zu begeistern. Die meisten wollen in den Großstädten, den Ballungsgebieten tätig werden.

 

Die meisten Studenten wissen nicht um die Chancen

Die jungen Juristen wüssten nicht, welche Chancen sich ihnen in den ländlichen Regionen böten. Außerdem sei ihnen die kulturellen, schulischen und sportlichen Möglichkeiten vor Ort häufig nicht geläufig.

 

Denn: Den meisten, sei das Sauerland kaum bekannt. Und genau deshalb wurden 45 Studentinnen und Studenten der Ruhr-Universität Bochum zu einer praktische Studienzeit beim Landgericht Arnsberg eingeladen.

 

Menschen und Stadt kennenlernen

Sie sollten neben dem notwendigen Lehrstoff auch die Menschen und die Stadt kennenlernen, um sich ein konkretes Bild dieser Region machen zu können, so auch der Dekan der RUB, Professor Dr. Gerion Wolters als Begleiter dieser Studienzeit.

Nach sechs Wochen Lehrzeit hatten die Studenten, die zu den Praktika aus dem Raum Bochum und Umgebung anreisten, ein tatsächliches Bild dieser Bild der hiesigen Region.

 

Und dieses Bild fiel durchweg positiv aus: „Ich hätte nie gedacht, dass ich hier solch reizende und wohlwollende Menschen antreffe. Auch die Stadt selber hat viel zu bieten. Ich könnte mir vorstellen, später hier zu arbeiten“, so eine der Studentinnen.

 

Lehrkräfte vom großen Interesse positiv überrascht

Die Teilnehmer wurden von erfahrenen Juristen, von Richtern, Staats- und Rechtsanwälten unterrichtet. Rechtsgebiete waren u. a. Familien- und Erbrecht, Vollstreckungsrecht oder Zivilprozessordnung, um nur einige der Fachgebiete zu benennen.

Bei der Abschlussveranstaltung zeigten sich die juristischen Lehrkräfte von der großen Anzahl der Teilnehmer und deren großes Interesse positiv überrascht.

 

„Arnsberg ist ein lebenswerter Ort“

Professor Wolters bei seinen Abschlussworten an die Studenten:

„Ich freue mich, dass diese praktische Studienzeit, die hervorragend geleitet wurde, auf ein so großes Echo gestoßen ist. Ich kann den Landgerichtsbezirk Arnsberg als Arbeitsfeld für Juristen nur empfehlen. Wenn sie diese Region bisher noch nicht auf ihrer Rechnung hatten, werden sie vielleicht umdenken. Arnsberg ist ein lebenswerter Ort. Sagen sie das auch ihren Kommilitonen.“

 


Kooperation Landgericht Arnsberg – Ruhr-Universität Bochum

Prof. Dr. Gereon Wolters, RAin Mélanie Scheuermann, Präsident des LG Arnsberg Peter Clemen „mit zukünftigen Kollegen“
Prof. Dr. Gereon Wolters, RAin Mélanie Scheuermann, Präsident des LG Arnsberg Peter Clemen „mit zukünftigen Kollegen“

 

 

Auftaktveranstaltung „Praktische Studienzeit 2017“

 

Der große Strafsaal des Landgerichts Arnsberg wurde aufgrund der hohen Teilnehmerzahl umgenutzt zum „Familiengericht“. Nach der Einführung des Präsidenten des Landgerichts Peter Clemen, richtete auch Professor Dr. Gereon Wolters von der Ruhr-Universität Bochum einen Gruß an „seine Studenten“. Diese absolvieren an 13 Termine in Arnsberg ein Fortbildungsprogramm mit manigfaltigen juristischen Themen. Vom Zwangsvollstreckungsrecht über die Strafprozessordnung bis zum Besuch von Gerichtsverhandlungen und der örtlichen IHK. Auftakt war am 20.02.2017 um 16:00 Uhr.

 

Die Studenten der Rechtswissenschaft tauschten sich rege mit der Referentin Mélanie Scheuermann aus und so verflogen 1,5 h Familienrecht im Fachgespräch. Am 13.03.2017 werden die Studenten sich zusammen mit Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann dann dem Erbrecht widmen.


Flüchtlinge lernen deutsches Recht

Zehn junge Männer und zwei Frauen, alle 17 Jahre alt und als Flüchtlinge ins Land gekommen, haben die ernste Absicht, sich in Deutschland zu integrieren, indem sie an der Schulung über das deutsche Rechtssystem, die von freien Juristen durchgeführt wird, teilnehmen. Sie sollen und wollen Kenntnisse über die Rechte und Pflichten eines hier lebenden Ausländers erwerben. „Nur wenn wir die Gesetze eines demokratischen Staates wie Deutschland kennen, können wir diese Regeln einhalten. Wir sind ernsthaft bemüht, die hier geltenden Vorschriften zu achten“, so einer der jungen Migranten. Im „Berufskolleg am Eichholz“, das die jungen Migranten seit Februar 2016 besuchen, erlernen sie seit dieser Zeit die deutsche Sprache und werden von der Schulsozialarbeiterin unterrichtet.

 

Rechtsanwältin Melanie Scheuermann aus Meschede ist eine der Juristinnen, die die aufwändige, nicht ganz leichte Aufgabe der Vermittlung des deutschen Rechts mit viel Herzblut und Engagement übernimmt. In acht Unterrichtsstunden bereitet sie die Flüchtlinge, alle haben berechtigte Aussichten auf Asylanerkennung, denn sie stammen größtenteils aus Syrien, auf ein Leben oder zumindest einen längeren Aufenthalt in Deutschland vor.

 

Geordnetes soziales Leben

„Ich will dazu beitragen, dass diese Flüchtlinge hier ein geordnetes soziales Leben führen können, ohne Gefahr zu laufen, straffällig zu werden“, so Melanie Scheuermann.

 

Die sprachliche Verständigung zwischen den Schülern und Lehrern klappt erstaunlich gut. Die vorausgegangene einjährige Sprachförderung wird im Rechtskundeunterricht deutlich. Der Wunsch aller, die sie in ihren Heimatländern eine Schulausbildung hinter sich haben: einen Beruf zu erlernen und für immer in Deutschland zu bleiben. Sie haben den Unterschied zwischen dem Leben in ihren Herkunftsländern und Deutschland kennengelernt und sind dankbar, hier aufgenommen worden zu sein, ergab sich aus den Gesprächen.

 

Fazit: Diese sinnvolle Maßnahme der Landesregierung wird sich mit ­Sicherheit auszahlen.

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Recht & Gerechtigkeit

10. Juristentag im Erzbistum Paderborn

Moderation Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann

Zeitloser Konflikt oder wachsender Widerspruch?!

Juristentag am Montag, den

 

6. Februar 2017

 

in Schwerte.

 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer.

 

Bereits vor 4 Jahren moderierte Frau Scheuermann den Juristentag. Den Zeitungsartikel dazu finden Sie ebenfalls im Downloadbereich.

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Realschüler schnuppern an Rechtskunde

Elf Schülerinnen und Schüler der neunten Realschulklasse aus Neheim nehmen zurzeit in einer Arbeitsgemeinschaft am Rechtskundeunterricht teil. In insgesamt elf Doppelstunden soll ihnen von Juristen, zumindest ansatzweise, Straf- und Zivilrecht beigebracht werden.

 

Elf Schülerinnen und Schüler der neunten Realschulklasse aus Neheim nehmen zurzeit in einer Arbeitsgemeinschaft am Rechtskundeunterricht teil. In insgesamt elf Doppelstunden soll ihnen von Juristen, zumindest ansatzweise, Straf- und Zivilrecht beigebracht werden.

 

Das Justizministerium des Landes NRW initiiert diese Maßnahme, um wichtige Kenntnisse unseres Rechtssystems darzustellen und junge Leute evtl. für den vielfältigen juristischen Berufsweg zu begeistern. Das Landgericht Arnsberg hat diese rechtskundliche, pädagogische Initiative an Anwälte dieser Region, die diese Aufgabe mit viel Idealismus stemmen, verteilt. Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann aus Meschede  ist eine der „Lehrerinnen“, die sich dieser Aufgabe stellen.

 

Strafrechtsverhandlungen besucht

 

Sie hat jetzt, nach acht Doppelstunden Juraunterricht, mit ihrer Arbeitsgruppe zwei Strafrechtsverhandlungen beim Amtsgericht Arnsberg besucht. Gespannt verfolgte man die Hauptverhandlungen, bei denen es um Betrugskriminalität ging und arbeitete den Fall nach den Urteilssprüchen auf. Hier wurden die Vorkennnisse der Schülerinnen und Schüler deutlich.

 

Die Gruppe war konzentriert und mit Begeisterung bei der Sache. „Hätten nicht gedacht, dass Jura so interessant und spannend sein kann“, hörte man von einigen aus der Arbeitsgruppe. „Das Interesse an einer adäquaten Ausbildung ist geweckt. Ohne diese vom Land NRW angebotene Rechtskunde für Schüler ginge wahrscheinlich so manche Ausbildung in eine andere Richtung“, erklärt Mélanie Scheuermann.

 

Quelle: Zeitungsartikel und Bild aus der Westfalenpost vom 15.12.2016

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